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"Auch das beste Sicherungssystem taugt nur solange, wie man es nicht braucht."

Knapp zusammengefasst beschreibt diese Erfahrung den Konsens hilfe- und pflegebedürftige Menschen, deren Anträge auf Leistungen der Pflegeversicherung abgelehnt worden sind.

Etwa 27 Millionen Familien sind in Deutschland von Pflegebedürftigkeit betroffen bzw. erwarten, in den kommenden fünf bis zehn Jahren direkt betroffen zu sein. Nach einer repräsentativen Umfrage des Allensbach-Instituts („Weil Zukunft Pflege braucht“) im Jahr 2012 gaben zehn Millionen Familien an, bereits einen pflegebedürftigen Angehörigen zu versorgen, weitere 17 Millionen Familien rechnen damit, dass sie die Pflege eines Familienangehörigen in naher Zukunft betrifft. Wird dabei für möglich gehalten, dass nur drei weitere Menschen von der pflegerischen Versorgung durch die 27 Millionen Familien im Jahr 2020, z.B. als Nachbarn oder Freunde betroffen werden, hieße das, dass praktisch jeder Bundesbürger direkt oder indirekt von Pflegebedürftigkeit berührt ist.

Nach Angaben der Pflegestatistik des statistischen Bundesamtes waren im Dezember 2011 in Deutschland insgesamt 2,50 Millionen Menschen pflegebedürftig. Diese Zahl berücksichtigt allerdings nur diejenigen Menschen, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, also pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes sind.

Ein Ergebnis der im Jahr 2011 erstmals durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) begutachteten Versicherten ist, dass ca. ein Drittel der Leistungsanträge auf Empfehlung der MDK durch die Pflegekassen abgelehnt wurden. Bei knapp 770.000 Erstbegutachtungen im Jahr 2011 waren dies immerhin fast 257.000 Ablehnungen.

Dort, wo entsprechenden Leistungsbescheiden widersprochen wurde und eine Widerspruchsbegutachtung erfolgte, wurde bei ca. 34% im ambulanten Bereich durch die Medizinischen Dienste eine veränderte Pflegestufenempfehlung ausgesprochen. Im stationären Versorgungsbereich führte hingegen fast jeder zweite Widerspruch zu einer neuen Pflegestufenempfehlung.

Mit einsetzender Pflegebedürftigkeit finden sich betroffene Menschen, ihre Angehörigen/ Bezugspersonen oder auch Leistungserbringer häufig in einem scheinbaren Labyrinth, deren Begrenzungen sich in Form von Gesetzgebungen, Paragraphen, Bestimmungen, Vorschriften, Richtlinien, Anträge, Bescheide, Formulare, Pflichten, Informationen etc. zeigen.

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